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Das erfolgreiche EinSTEP-Projekt feiert 10-jähriges Jubiläum!
Durch EinSTEP wurde die Pflegedokumentation schlank, effektiv und übersichtlich – Entbürokratisierung pur!
Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler ist Schirmherrin des Projektes zur „Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ (EinSTEP). Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Projektes wurde zur heutigen Feier des Jubiläums eingeladen.
Katrin Staffler: „Das EinSTEP ist eine Erfolgsgeschichte und kann als Blaupause für andere Systemwechsel dienen. Es ist unglaublich ermutigend zu sehen, was hier geschafft wurde. EinSTEP hat die Entbürokratisierung in der Pflege entscheidend vorangebracht. Das gelingt nur, da alle Beteiligten an einem Strang ziehen, mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen.“
Das Thema Entbürokratisierung in der Pflege wurde bereits 2013 von Karl-Josef Laumann, dem damaligen Pflegebevollmächtigten und ersten Schirmherren von EinSTEP vorangetrieben. Dabei wurde sich auf das Konzept der ehemaligen Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation Elisabeth Beikirch gestützt. Demzufolge werden nicht mehr sämtliche pflegerischen Tätigkeiten dokumentiert, sondern nur noch Auffälligkeiten, insbesondere, wenn sie vom Pflegekonzept abweichen.
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: „Seit über zehn Jahren treibt EinSTEP die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation nun bereits voran. Es ist eines der erfolgreichsten Projekte für die Pflege und trägt entscheidend dazu bei, dass das Pflegepersonal von unnötiger Bürokratie entlastet wird. Durch EinSTEP werden die fachlichen Kompetenzen der Pflegefachpersonen gestärkt und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen verbessert. Denn weniger Bürokratie schafft Freiräume, sich auf den Kern der Pflege zu konzentrieren – die Versorgung der Patientinnen und Patienten und pflegebedürftigen Menschen.“
In einer beispiellosen Zusammenarbeit von Trägerverbänden der Pflege, dem Medizinischen Dienst (MD) und Careproof, wurde damals das Projekt eingeführt. Hierfür wurden einheitliche Schulungsunterlagen erstellt, 750 Multiplikatoren der Verbände, die Mitarbeiter des MD sowie der Heimaufsichten geschult und Leitfäden für Einrichtungen und Softwarehersteller erstellt.
Elisabeth Beikirch als ehemalige fachliche Leitung des Projektbüros EinSTEP ist immer noch Mitglied im Lenkungsgremium und treibt das Projekt nach wie vor mit viel Engagement voran. Elisabeth Beikirch: „Wo das Strukturmodell mit seinem Person-zentrierten Ansatz gut geschult, eingeübt und kontinuierlich weitergeführt wird, zeigt sich ein klarer Mehrwert für alle Beteiligten: Die Pflegedokumentation steht nicht mehr im Widerspruch zum Pflegealltag, sondern unterstützt die Abstimmung mit der pflegebedürftigen Person, fördert den Beziehungsaufbau und stärkt die Kommunikation im Team.“
Für die zentrale Koordination und Umsetzung der bundesweit angelegten Initiative ist das Projektbüro EinSTEP zuständig, welches im Wechsel von den Trägerverbänden der Pflege betrieben wird. Seit einiger Zeit liegt die Verantwortung dafür beim AWO Bundesverbandes e.V.
„Das Strukturmodell hat die Pflegedokumentation nachhaltig verändert und zurück in die fachliche Pflegepraxis geholt. Es unterstützt den Blick auf das Wesentliche: den Erhalt von Selbstständigkeit, Selbstbestimmung sowie die Unterstützung der Pflegepersonen.“, so Claus Bölicke, AWO Bundesverband e. V., Leiter der Abteilung Gesundheit, Alter und Behinderung.
Katrin Staffler: „Ich danke allen Unterstützern von EinSTEP für ihr Engagement und ihr Commitment! Beim nächsten Jubiläum feiern wir dann, dass in Deutschland alle Pflegeeinrichtungen nach dem Strukturmodell arbeiten.“
