Reformen für die Pflege
Zukunftspakt Pflege
Die Pflegeversicherung ist eine Erfolgsgeschichte – sie steht nach 30 Jahren aber vor großen Herausforderungen: dazu gehören die stetig wachsende Zahl an Menschen mit Pflegebedarf, der Bedarf an Pflegekräften und steigende Kosten und Eigenanteile.
Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat nun Ergebnisse vorgelegt, wie die Pflegeversicherung nachhaltig, generationengerecht und demografiefest ausgerichtet werden soll.
Ein Schwerpunkt ist dabei Prävention und Rehabilitation mit dem klaren Ziel, Pflegebedürftigkeit soweit möglich zu vermeiden oder hinauszuzögern. Dies trägt mit dazu bei, möglichst lang und selbstbestimmt in der eigenen Häuslichkeit leben zu können. Das ist der Wunsch der übergroßen Mehrheit der Menschen.
Eine klare Forderung der Pflegebevollmächtigten war die Stärkung der häuslichen Pflege durch die Bündelung von Pflegeleistungen, also weg von den vielen Einzelleistungen und hin zu zwei selbstbestimmt einsetzbaren Budgets: Ein Sachleistungsbudget für professionelle Angebote und ein Entlastungsbudget als Geldleistung für die individuelle Gestaltung der Pflegesituation in der Häuslichkeit. Das soll nun kommen.
Passgenau dazu soll den Pflegebedürftigen und den pflegenden Angehörigen auch eine neue pflegefachliche Begleitung und Unterstützung an die Seite gestellt werden. Bei Bedarf ist damit auch ein echtes Case-Management zur Etablierung und Stabilisierung des Pflegesettings möglich. Das ist oft und gerade zu Beginn der Pflegebedürftigkeit wichtig, um die häusliche Pflege gut zu organisieren und pflegende Angehörige zu stützen und zu stärken.
Auch die Leistungen in pflegerischen Notfallsituationen und neue digitale Angebote, wie das Pflege-Cockpit, sind wesentliche Bausteine zur Stärkung der häuslichen Pflege.
Die zusammengefassten Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe mit einem Zeitplan (Roadmap) sowie ein ausführliches Eckpunktepapier mit den vorgeschlagenen Maßnahmen finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.
